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Lesetipps Sommer 2026

Hier kommen Phillips Lesetipps…


Ego first!
Ramzi Fatfouta, Pablo Hagemeyer
HAUFE

Für die Narzissmus-Experten Dr. Ramzi Fatfouta und Dr. Pablo Hagemeyer bedeutet „Ego First!” die Entwicklung eines starken und widerstandsfähigen Ichs, das schwierigen Persönlichkeiten standhalten kann. In Zeiten wachsender Polarisierung ist diese innere Stabilität der Schlüssel für ein konstruktives und erfolgreiches Miteinander. Denn ob selbstverliebte Kolleg:innen, cholerische Mitarbeitende oder Machtspiele in der Führungsetage – narzisstische Persönlichkeiten können das Arbeitsklima massiv beeinträchtigen. Das Buch zeigt Führungskräften und Entscheidungsträger:innen, wie sie solche Dynamiken erkennen, einordnen und souverän bewältigen können. Dabei werden psychologische Zusammenhänge klar und verständlich erklärt und gleichzeitig praxistaugliche Strategien sowie konkrete Gesprächstechniken angeboten.

210 Seiten


Architektinnen der Ostschweiz
Nina Keel
1900 bis heute
Park Books

Architektinnen der Ostschweiz präsentiert historische und zeitgenössische weibliche Vorbilder und bringt Dynamik in den feministischen Architekturdiskurs. Das Buch versammelt beachtenswerte Bauten seit 1900: pionierhafte Atelierhäuser von Hedwig Scherrer im St. Galler Rheintal (1906/07) und von Sophie Taeuber-Arp ausserhalb von Paris (1927/28), eine postmoderne Garage mit Sportcenter (1988) in St. Gallen von Vreny Gross oder das Weiterbauen des Ortes Herisau durch Eva Keller seit den 1990er-Jahren. Nina Keel stellt Teamarbeit und Solidarität über Stars und beleuchtet den Wandel struktureller Arbeitsbedingungen. Die Kapitel zu prägenden Architektinnen und ihren Projekten geben Antworten auf Fragen wie: Was inspiriert sie und welche Bauaufgaben sind ihnen wichtig? Wie organisieren sie ihre Büros? Welche (informellen) Netzwerke gab und gibt es? In einem ausführlichen Gespräch äussern sich die Architektinnen Astrid Staufer und Kathrin Gimmel zu Entwurfsinstrumenten, zur Zusammenarbeit in ihren Architekturbüros und zur Wichtigkeit von baulichen Wagnissen. In für das Buch geschaffenen Bildstrecken zeigt die Künstlerin Jiajia Zhang fünf Architektinnen in ihren eigenen Bauten, während Nina Keel auf Spaziergängen durch St. Gallen Gebäude von Eva Lanter (BATIMENTS), Corinna Menn oder Trix Haussmann-Högl fotografierte.

288 Seiten, 164 farbige und 44 s/w-Abbildungen


Brick 26
Ausgezeichnete internationale Ziegelarchitektur

Park Books

Seit 2004 bietet wienerberger, der weltweit grösste Hersteller von Ziegeln und anderen Tonbaustoffen, mit dem internationalen Brick Award alle zwei Jahre eine Plattform für herausragende Ziegelarchitektur. Die zwölfte Ausgabe 2026 verzeichnete 849 Einreichungen aus 68 Ländern, mehr denn je zuvor. Brick 26 präsentiert die 50 nominierten Projekte sowie die Preisträger:innen in fünf Kategorien, ausgewählt von einer internationalen Jury von Expert:innen, durch illustrierende Texte, Fotografien sowie Pläne und Zeichnungen. Die ausgewählten Bauten überzeugen durch ihre hohe architektonische Qualität und zeigen die grosse gestalterische und konstruktive Vielseitigkeit von Tonbaustoffen, einem Baumaterial mit fast fünf Jahrtausenden ungebrochener Tradition. Die zunehmende Wiederverwendung historischer Ziegel und die Suche nach passiven Klimalösungen charakterisieren zahlreiche der eingereichten Entwürfe. Thematische Essays renommierter Autor:innen ordnen die Bauten in einen grösseren architektonischen und gesellschaftlichen Kontext ein. Brick 26 lädt zu einer inspirierenden Entdeckungsreise durch die zeitgenössische Ziegelarchitektur ein – geprägt von Geschichte, Innovation und gestalterischer Kraft.

288 Seiten, 324 farbige und 142 s/w-Abbildungen


Hannes Meyers Interieurs
Ute Famulla, Philipp Oswalt (Hg.)
Möbel und Innenraumgestaltung am Bauhaus Dessau 1928–1930
Park Books

Hannes Meyer (1889–1954) war als gesellschaftlich engagierter Architekt und Sozialist einer der führenden Vertreter des Neuen Bauens. Er schrieb für die Avantgardezeitschrift ABC, Beiträge zum Bauen, war 1928 Gründungsmitglied der Internationalen Kongresse Moderner Architektur (CIAM) und 1928–1930 zweiter Direktor des Bauhauses. Zusammen mit seinen Mitstreiter:innen war Meyer zeitlebens auf der Suche nach innovativen Formen einer am sozialen Gebrauch orientierten Architektur. Seine Projekte Coop-Zimmer (1926) und Volkswohnung (1929) sind Ikonen der modernen Avantgarde. Sie skizzieren die Idee einer anderen Moderne, die nicht die Formulierung eines Stils, sondern die Alltagsbelange des Menschen ins Zentrum setzt. Dieses Buch mit Beiträgen führender Spezialist:innen widmet sich den Interieurs und Möbelentwürfen von Hannes Meyer und seinen Wegbegleiter:innen. Mit einem Fokus auf die Werkstattproduktion und die realisierten Projekte des Dessauer Bauhauses 1928–1930 zeigt es erstmals umfassend dessen Gestaltungspraxis auf, die sich vom Möbelstil der klassischen Avantgarde absetzt und in neuer Weise die funktionalen und sozialen Ideen der Moderne einzulösen versucht.

336 Seiten, 9 farbige und 159 s/w-Abbildungen


Mysteries of a Communist Cave
By Lytle Shaw Edited by Thomas Weaver, Françoise Fromonot

Park Books

Gumshoe is a new series of architectural books that introduces an original approach to the writing of architectural history. Emulating the detective novel, the focus is on actual buildings rather than on speculative designs and theories. The style and form is fresh and scholarly but also easy and enjoyable to read. In Mysteries of a Communist Cave, the second book in the Gumshoe series, Lytle Shaw conducts an investigation of Oscar Niemeyer’s building for the French Communist Party’s (PCF) central committee in Paris. Designed in 1965, just as party theorists began to rethink many bedrock assumptions about representation, Oscar Niemeyer’s PCF building is a microcosm of the shifting political and architectural landscape of the 1960s. It is also a literal Marxist structure that can thus help us concretely picture just exactly what Structuralist Marxism might have been. Shaw draws out the PCF’s language and context one element at a time and puts the elegant curtain-wall building with its cave-like assembly hall into revelatory dialogue with interlocutors in film, philosophy, anthropology, and politics. Perhaps the ultimate mystery of the communist cave is that its owners have not more often and more powerfully presented their landmark building as the vivid source of imagery it could be for the kind of world the PCF might like to construct.

Deutsch:

„Gumshoe“ ist eine neue Reihe von Architekturbüchern, die einen originellen Ansatz für die Erforschung der Architekturgeschichte verfolgt. In Anlehnung an den Kriminalroman liegt der Schwerpunkt auf realen Gebäuden und nicht auf spekulativen Entwürfen und Theorien. Der Stil und die Form sind frisch und wissenschaftlich fundiert, aber dennoch leicht und unterhaltsam zu lesen. In „Mysteries of a Communist Cave“, dem zweiten Band der Gumshoe-Reihe, untersucht Lytle Shaw das von Oscar Niemeyer entworfene Gebäude für das Zentralkomitee der Kommunistischen Partei Frankreichs (PCF) in Paris. Das 1965 entworfene PCF-Gebäude von Oscar Niemeyer – zu einer Zeit, als Parteitheoretiker begannen, viele grundlegende Annahmen über Repräsentation zu überdenken – ist ein Mikrokosmos der sich wandelnden politischen und architektonischen Landschaft der 1960er Jahre. Es ist zudem eine im wahrsten Sinne des Wortes marxistische Struktur, die uns somit helfen kann, uns konkret vorzustellen, was strukturalistischer Marxismus genau gewesen sein könnte. Shaw beleuchtet die Sprache und den Kontext der PCF Element für Element und bringt das elegante Gebäude mit seiner Vorhangfassade und seiner höhlenartigen Versammlungshalle in einen aufschlussreichen Dialog mit Vertretern aus Film, Philosophie, Anthropologie und Politik. Das vielleicht größte Rätsel der kommunistischen Höhle besteht darin, dass ihre Eigentümer ihr Wahrzeichen nicht öfter und eindringlicher als die lebendige Bildquelle präsentiert haben, die es für die Art von Welt sein könnte, die die PCF gerne erschaffen würde.

288 Seiten, 210 s/w-Abbildungen